öffentlicher Dienst
Soli-Erklärung zum Tarifkampf im öffentlichen Dienst der Länder
Der Kreis Düsseldorf der MLPD hat zum Ver.di-Aktionstag am 10.2.2026 eine Solidaritätserklärung an Ver.di und den DBB geschickt.
Düsseldorf, 9.2.2026
Solidaritätserklärung der MLPD Düsseldorf zum Tarifkampf im öffentlichen Dienst der Länder
Liebe Beschäftigte im öffentlichen Dienst, wir überbringen euch solidarische Grüße der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands (MLPD).
Ihr organisiert für morgen, Dienstag den 10.2.2026, einen weiteren Aktionstag. Das ist völlig richtig und notwendig, wir unterstützen diesen und mobilisieren zu den Demos in Düsseldorf. Die bisher vorgelegten sogenannten „Eckpunkte für einen Einigungskorridor“ anstatt eines Angebots sind ein Hohn. Das wird weder den Anforderungen an Eure Arbeit gerecht noch der realen Inflation, mit steigenden Lebensmittelpreisen, Mieten, Energiekosten usw.. Die offiziell ausgewiesene Inflationsrate, an dem sich die Eckpunkte der TdL orientieren wollen, hat mit dem wirklichen Leben der einfachen Leute nichts zu tun. Deshalb ist Eure Forderung von 7% und mindestens 300 € im Monat auch nicht zu hoch, schon auch nicht, weil noch Nachholbedarf für die letzten Jahre besteht.
Das Gejammere über zu hohe Kosten usw. erleben wir in jeder Tarifrunde. Das kann für uns nicht der Maßstab sein, sondern das, was wir Beschäftigte zum Leben brauchen. Außerhalb der Tarifrunden wird über zu wenig Beschäftigte in der Pflege, Kinderbetreuung usw. lamentiert. Jetzt hätte man die Möglichkeit, die Attraktivität dieser Berufe zu steigern. In den Tarifrunden sieht man, dass es darum überhaupt nicht geht.
Eure Forderungen und euer Kampf passen genau in die Zeit! Wir erleben täglich Angriffe auf erkämpfte Arbeiterrechte: der 8-Stunden-Tag soll gekippt werden, die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall soll mit der Einführung eines Karenztages unterlaufen werden, jetzt haben sich welche auf die „Lifestyle-Teilzeit“ eingeschossen. Die könnten gerne mal den Lifestyle einer Teilzeit-Krankenschwester hier an der Uniklinik mitmachen. Die solche Sprüche bringen haben vom tatsächlichen Leben keine Ahnung.
Die enorme Steigerung der Produktivität in den letzten Jahrzehnten und der dadurch errungene Fortschritt muss auch denen zugute kommen, die dies vollbracht haben. Es muss Zeit für Kultur, Sport und Erholung bleiben – wir wollen nicht bis ins Grab für die Profite der Superreichen und ihre Kriege schuften. Deshalb: Voller Kampf für die 7% und eure weiteren Forderungen – und lasst uns auch über gesellschaftliche Perspektiven diskutieren. Die MLPD steht genau deshalb für den echten Sozialismus. Viel Erfolg in eurem weiteren Kampf, wir sind an eurer Seite!
Solidarische Grüße
MLPD Düsseldorf