Rote Fahne Artikel

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Erfolgreiche Kundgebung „Fünf vor zwölf: Schluss mit den Kriegen!“

Korrespondenz (Villingen-Schwenningen). Organisiert wurde die Kundgebung – am Samstag in der Innenstadt von Villingen – von Mitgliedern der MLPD, der Linken, einem SPD-Mitglied und vielen Parteilosen. Türkische und kurdische Genossen schlossen sich uns bei der Kundgebung an. So waren ständig dreißig Personen anwesend, in der Spitze bis zu sechzig. In einem Einleitungsbeitrag ging ein MLPD-Genosse auf die Hintergründe des Krieges ein. Entlarvt wurde der Bruch des Völkerrechts, ebenso wie Trumps vollmundige Ankündigung bei seinem Amtsantritt „Mein stolzestes Vermächtnis wird das eines Friedensstifters sein.“ Es wurde auf die machtpolitischen Interessen Deutschlands und der EU eingegangen. Der Protest gegen den Krieg ist heute schon millionenfach, muss aber noch deutlich stärker werden. Der Kollege der SPD ging in seinem Redebeitrag darauf ein, dass sowohl Israel als auch die Palästinenser ein Interesse an einem friedlichen Zusammenleben haben. Das verkennt aber die Ursachen für die imperialistische Groß-Israel-Politik der Netanjahu-Regierung. Wirklicher Völkerfrieden muss sich von unten entwickeln und wird erst in den Vereinigten sozialistischen Staaten der Welt alle Kriege beenden. Das Gedicht „Kennst du das Land, wo bald die Kanonen blühn“ aus der aktuellen Rote Fahne wurde ebenfalls vorgelesen und bildete neben Friedensliedern aus dem Lautsprecher einen kulturvollen Rahmen. Außerdem wurden knapp über hundert Euro für „Gaza soll leben!“ von zwei Frauen gesammelt.

Dort wo es gelang ins Gespräch mit den Passanten zu kommen wurde die tiefe Besorgnis über die Entwicklung auf der Welt und den drohenden 3. Weltkrieg deutlich. So eine Gruppe von Jugendlichen die auf Junggesellenabschiedstour waren und eine Rote Fahne kauften. Zwei Mädchen von der Zinzendorfschule in Königsfeld berichteten von einer Podiumsdiskussion mit einem Jugendoffizier und einem Vertreter der Friedensbewegung. Mit einem Lehrer wurde über die Entstehung neuimperialistischer Länder und die Rechtsentwicklung bis hin zum Faschismus diskutiert. Er wollte aber keine Literatur von uns kaufen und hatte die Illusion, dass die Welt ohne Trump besser wird. Bei Studenten aus Indien oder einem Mann aus Wien blieb uns nur, auf die ICOR-Webseite zu verweisen. Wir konnten viele Flugblätter mit der ZK-Erklärung, den Pfingstjugendtreffen-Flyer und einen Aufruf zum Ostermarsch in Freiburg verteilen.

Die praktische Zusammenarbeit so vieler unterschiedlicher Kräfte ist in Villingen-Schwenningen nicht selbstverständlich und muss unbedingt weiter ausgebaut werden.